Im Internet habe ich zwei richtig schöne Beispiele gefunden für lange, aus vielen Bestandteilen aufgebaute Wörter.
Aber auch wir Deutschen können lange Wörter bilden, wenn auch nicht auf die gleiche Weise. Das ich für einen Ausländer sicher auch kein Spaß, diese dann zu verstehen. Beispiele: Bundesausbildungsförderungsgesetz, Steuervergünstigungsabbaugesetz, Restmülltütenverschlusssicherundsdraht
Im ungarischen sieht dass dann so aus:
„tehetetlenségével“ bedeutet – durch seine Unfähigkeit
Es setzt sich zusammen aus dem Verb „ten(ni)“ – „tun“ und der Suffix „het“ – „können, dürfen„, was zusammen „tehet“ – „er kann(darf) tun“ ergibt.
Daran wird ein Suffix angehängt, das eine Negativierung ausdrückt.
„(e)tlen“ vergleichbar hier mit dem deutschen „un“ und wir bekommen:
„tehetetlen“ – „unfähig„. Als Hauptwort heißt es „tehetetlenség“ – „die Unfähigkeit„. Hängt man ein „unk“ an, wird daraus „tehetetlenségunk“ – „unsere Unfähigkeit“ und mit „kal“ dückt man das „durch“ aus.
Ist doch ganz logisch und überischtlich, oder? Hi, Hi!
(Wo sind die Smilys hier?)
Zweites Beispiel:
„igaz“ – „wahr
„igazság“ – „Wahrheit
„igazságtalan“ – „wahrheitslos“ – „ungerecht“
„igazságtalanság“ – „Ungerechtigkeit“
„igazságtalanságunk“ – „unsere Ungerechtigkeit“
„igazságtalanságunkkal“ – „mit (wörtl.), infolge unserer Ungerechtigkeit“
Wenn man so wollte, hieße das so wörtlich wie möglich dann:
„Ungerechtigkeit-unsere-durch“ als ein Wort.