Die ungarische Sprache hängt Endungen an Worte an, sogenannte Suffixe. Durch die verschiedenen Endungen werden eine Menge Dinge ausgedrückt, die die deutsche Sprache über getrennte Worte ausdrückt. Hierdurch kann ein Wort dann auch schon mal sehr lang werden. Diese Länge und der Grundlegende Unterschied lassen das Ganze so schwer und undurchsichtig erscheinen.
Der Satz: „Ich bin in der Stadt“ heißt auf ungarisch „A városban vagyok„
Wörtlich ist das in etwas: „Die Stadt-in bin-ich.“
„A“ ist der bestimmte Artikel im ungarischen. Er steht für „der, die, das“ im deutschen. Wie im englischen gibt nur einen Artikel und keine „geschlechtliche“ Unterscheidung, weder bei Dingen noch Personen. Ähnlich dem englischen ist auch, dass es eine zweite Variante gibt, das „az“. Das „z“ wird immer dann angehängt, wenn dem Artikel ein Vokal folgt, um die Aussprache zu erleichtern. Beispiel: „Az alma“ – „Der Apfel“.
„Város“ ist die Stadt. Die Endung „…ban“ ersetzt in diesem Fall die deutsche Präpsosition „in„. Auch hier kann die Endung „…ben“ heißen, wenn die Vokale im Hauptwort andere sind. Diese Rücksicht auf die Klangfolge findest man bei fast allen Suffixen. Sie nennt sich „Vokalharmonie“ und ist für die Sprache sehr wichtig.
„Vagyok“ ist die erste Person singular des Verbes „van“ (=3. Person singualr, so wie es in Wörterbüchern zu finden ist) bzw. „lenni“ (infinitv), und bedeutet: „ist, es gibt, sich befinden“, (und manchmal kann es besser in einen guten deutschen Statz übersetzen, wenn man einen Satz mit „haben“ verwendet, obwohl das nicht offiziell ist 🙂 )
Das Wort „ich“ kommt also überhaupt nicht vor. Es ist impliziert im Verb. Im deutschen machen wir das manchmal in der Umgangssprache, wenn wir Dinge sagen wie: „War gestern bei der Post“ – „Hab den Brief eben eingeworfen“. Auch hier macht das Verb – und natürich der Zusammenhang – dem Hörer klar, das wir von uns selber reden. Wir schon erwähnt sind die Verben im deutschen nicht so eindeutig das diese immer möglich wäre, im ungarischen schon.
Wir haben also ein Verb, welches durch seine Form, mist eben „Endung“ die Person angibt und ein Hauptwort, dass mit einer Präposition verknüpft wird indem diese als Suffix hinten an das Wort angehängt wird.
| +bin+ | +bist+ | +ist+ | +sind+ | +seid+ | +sind+ |
| + vagyok + | + vagy+ | +van+ | + vagyunk+ | + vagytok+ | +vannak+ |
Auch ein „Besitz“, eine Zugehörigkeit wird mit einer Endung angezeigt. Sie ersetzt die Possivpronomen: „mein, dein, unser usw.“
Auch ein „Besitz“, eine Zugehörigkeit wird mit einer Endung angezeigt. Sie ersetzt die Possivpronomen: „mein, dein, unser usw.“
Beispiele: „Meine Mutter ist krank“ – „Anyám beteg“
„Anya“ – „Mutter“ wir zu „Anyám“ – „meine Mutter.
Also: „Mutter-mein krank!“
„Mein Koffer ist schwer“ – „A bőröndöm nehéz“
„bőrönd“ – „Koffer“ wird zu “ bőröndöm “ – „mein Koffer“
Also: „Der Koffer-mein schwer.
Natürlich gibt es da noch viel mehr, doch Geduld, ein paar Beispiele werde ich schon noch schreiben.