Ungarisch – Infos zur Sprache 1 – ganz allgemein

kraftquelle Ungarisch - Sprache

Hallo alle Interessierten
Ich werde hier auch ein paar Dinge veröffentlichen, die ich über die Sprache herausfinde. Das wird kein Lehrmaterial, sondern eine Sammlung von dem, was mir auffällt, was ich für erwähnenswert halte, was ich lustig finde usw. .

Über die ungarische Sprache im allgemeinen:

Also, ungarisch wird laut Wikipedia von 13,5 bis 15 Millionen Menschen gesprochen und ist eine finno-ugrische Sprache. Es gehört zu einem Zweig der uralischen Sprachfamilie. Das sagt dem Laien – und damit auch mir – so erst mal nur sehr wenig. Ich habe mir sagen lassen, das die Ursprungssprache sich wohl so früh in die Welt verstreut hat, dass die Teile der Sprachfamilen sich viel stärker unterscheiden als die indogermanischen, von denen wir eine sprechen. Deshalb kann ein Italiener eine Spanier fast verstehen, und im Englischen und Französischen wir man immer etwas finden, das man aus dem Deutschen wiedererkennt und bei Niederländern und Schweden einiges fast lesen zu können glaubt, wenn man den Zusammenhang der Sache weiß. Auf der anderen Seite haben aber die Finnen und die Ungarn keine kaum eine Chance in der Sprache des anderen etwas zu erraten.
Es soll auch noch andere Orte geben, an denen eine Sprache aus dieser Sprachfamilie gesprochen wird, aber da gibt es das gleiche Problem. Sie haben sich zu früh in der Welt verstreut um von der Verwandschaft noch viel zu merken.
Die Hauptähnlichkeit soll wohl in der Grammatik liegen, die in vielen Dingen ganz anderes ist als die unsere. Das ist es wohl auch, was die Sprache zu einer der angeblich (für uns) am schwersten zu lernenden macht. Man muss eben alles neu lernen, kann nicht auf bekannte Mechanismen zurückgreifen sondern muss sich ganz neue Denkweisen aneignen.

Was mich an Sprachen allgemein so fasziniert:

Gerade das so ganz andere finde ich so spannend. Ich liebe es mir Sprachen anzusehen. Trotz meiner Rechtschreibschwäche und vielleicht gerade weil ich die Sache jetzt auf eigenen Faust angehe, aus dem Interesse heraus und so gut wie das möglich ist, denn nicht alles kann man ohne Lehrer und passende Lehrmittel und die haben oft einen Lehrstil der mir nicht sehr liegt. Trotzdem ist es erstaunlich, dass ich zu Sprachen gefunden habe, da ich es in der Schule nicht sehr mochte, Fremdsprachen zu lernen. Englisch was schon ganz gut, weil man es einfach für so vieles braucht, weil es so nützlich ist, es zu können, also hat man sich halt bemüht es in den Kopf zu bekommen. Aber französisch war eine Plage. So sehr schlecht war ich auch nicht, außer was die reichtige Schreibweise der Worte anging, aber es hat einfach keine Freude gemacht. Heute finde ich Sprachen ungemein faszinierend. Angefangen hat das damit, das ich chinesich lernen wollte. Leider bin ich trotz 2 Jahren VHS und 2 Jahren mit einem Austauschstudenten nicht so weit gekommen einen fremden Text lesen zu können oder mich einfach zu unterhalten, und noch da zu habe ich in den letzen 10 Jahren fast alles wieder vergessen, doch die fanzination ist geblieben. Man lernt so viel über die Denkweise wenn man versteht wie machen Worte zusammengesetzt sind, aus ganz anderen Komponenten als bei uns. Auch das ein Satzbau oder das Ausdruck von bestimmten Faktoren wie z.B. Zeit oder Besitzverhältnisse usw. auf andere Weise funktionieren kann. Und dann wieder Ähnlichkeiten zwischen völlig fremden Sprachen zu finden, mit denen man nicht gerechnet hat. Z.B. wird im spanischen das persönliche Fürwort meist nicht genannt, weil das Verb so eindeutig ist, das man hierdurch klarstellt ob man von sich spricht, das Gegenüber anspricht oder von einem dritten redet. Das ist im Ungarischen auch so. Im chinesischen dagegen wird ein Verb nicht verändert, was es einem beim lernen der Sprache leichter macht, denn das Konjugieren kann man sich schon mal sparen. Aber dafür muss ich natürlich immer einen anderen Weg finden klarzustellen von wem oder was ich spreche oder ob es sich um Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft handelt. Das Verb wird mir das im chinesischen nicht verraten. Im Spanischen und Ungarischen komme ich nicht darum herum die Verbformen gut zu kennen.
Etwas mit dem ich jeden Sprachlehrer zum Wahnsinn triebe ist meine Macke, die Dinge – wie in der Birkenbihl Methode empfohlen – so gut es nur geht wörtlich zu übersetzen. Wenn ich ein Wort lerne, das laut Wörterbuch als erstes mal mit „rufen“ übersetzt wird, und in der Übersetzung des Buchtextes wird der Satz in dem es Vorkommt mit „Wie heißt du?“ übersetzt, dann ist das ja ganz nett um mir zu sagen in welchem Kontext ich den Satz anweden, aber nun werde ich denken, das Wort würde „heißen“ bedeuten. Tut es aber nicht. Es heißt „rufen“. Es müsste also „wie rufst du dich?“ übersetzt werden, oder meinetwegen noch „wie nennst du dich?“ Auch der ganze Aufbau des Satzes legt diese Übersetzung nahe. Aber der Sprachlehrer dreht fast durch. Dabei wird so alles klarer, logischer und viel, viel leichter zu lernen. Das Phenomen taucht überigens im chinesischen, im spansichen und im ungarischen auf. Das Wort „heißen“ gibt es in all diesen Sprachen nicht. Es ist immer, „rufen“ und kann dann auch mit dem deutschen „nennen“ gleichgesetzt werden. Es ist aber das gleiche Wort mit dem die Mutter das Kind „ruft“ und auch „ich rufe dich an“ am Telefon. Warum also nicht mit rufen übersetzen und einfach denken „Ich rufe mich Anna, wie rufst du dich?“?
Aber das ist eben meine Macke. So kann ich gut lernen. Ist am Ende auch egal, hauptschache man kapiert die andere Sprache, oder? Wen interessiert das „wie“. Aber Lehrer müssen eben immer Recht haben und nicht nur den Inhalt sondern auch die Methode bestimmen.
Für mich sind es gerade solche Entdeckungen die dem Lernen seinen Reiz geben und es mir erleichtern mir Dinge zu merken.


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